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Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 20.10.2017

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Blitze kündigen sich durch Gewitterwolken an

Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.

Lukas 17,24

Mittlerweile ist es deutlich schon zu sehen:
Gewitterwolken, die am Himmel stehen.
Nun ist es nur eine Frage der Zeit,
drum seid für „den“ Blitz Gottes nun bereit!

Frage: Haben Sie die Zeichen der Zeit erkannt?

Tipp: Jesus kritisierte einst seine Zeitgenossen, zwar das Aussehen des Himmels beurteilen zu können und Unwetter vorauszusehen, nicht aber die Zeichen der Zeit beurteilen zu können (Matth. 16,3)! Auch heute ist dies vielfach der Fall, dabei zeugen unzählige Zeichen eindeutig auf Jesu Kommen hin! Mit dem 23.09 und den Geburtswehen hat Gott bereits seine Überwindergemeinde in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt. Wann genau ein Blitz beim Gewitter kommt (oder ein Geburtszeitpunkt ist) kann kein Mensch sagen – aber aus heiterem Himmel kommt dieser nicht (ich sah jedenfalls noch keinen)! Lasst uns daher bereit sein, auch wenn wir (wie die Jungfrauen in Matth. 25) ggf. noch eine gewisse Zeit warten müssen! Bei Jesu erstem Kommen war sogar 30 Jahre lang zunächst nichts in der Öffentlichkeit zu sehen, obwohl das Zeichen am Himmel ja da war. Lassen wir uns daher nicht täuschen: Jesus WIRD bald kommen! Seid bereit!

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Vaterunser umgedichtet

(23.02.2011)


Unter der Überschrift, „Jesus frisch interpretiert“, erschien in FOCUS Nr. 46/2010 eine „Neuübersetzung“ des Vaterunser, die kein Geringerer als der Bundestagspräsident Norbert Lammert vorgenommen hatte.

Lammerts „Übersetzung“ liest sich wie folgt:

Unser Vater im Himmel!
Groß ist dein Name und heilig.
Dein Reich kommt,
wenn dein Wille geschieht,
auch auf Erden.
Gib uns das, was wir brauchen.
Vergib uns, wenn wir Böses tun
und Gutes unterlassen.
So wie wir auch denen
verzeihen wollen,
die an uns schuldig geworden sind.
Und mach uns frei, wenn es Zeit ist,
von allen Übeln dieser Welt.


Lammerts Stellvertreterin, Katrin Göring-Eckardt, von den Grünen, freut sich über Lammerts Engagement. „Es sei eine urprotestantische Haltung, biblische Texte immer wieder neu zu übersetzen und es sei mutig, dies mit einem Text zu tun, der tief im kulturellen Wissen verankert sei“, so die Präses der EKD, Göring-Eckardt.

Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hält die Neuübersetzung für gelungen.

Aber ist sie das wirklich? Mal ganz abgesehen davon, dass es sich hier weder um eine Übersetzung noch eine Übertragung im linguistischen Sinne, sondern allenfalls um die sehr eigenwillige Interpretation eines bereits ins Deutsche übersetzten biblischen Textes handelt.

Zum Vergleich die derzeitige ökumenische Fassung, die dem Zeugnis des Neuen Testaments entspricht und allgemein anerkannt ist:
(Anzumerken ist, dass das Vaterunser in den Evangelien unterschiedlich überliefert wird und verschiedene im Vaterunser gemachte Aussagen erst in späteren Handschriften erscheinen.)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name;
dein Reich komme;
dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern;
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Mit der Lammert’schen „Neuübersetzung“ des Vaterunser, die als „unproblematisch angesehen wird, weil sie zur Diskussion anrege, könne deutlich gemacht werden, dass es nicht allein den allmächtigen Gott gibt, sondern Menschen, die es in der Hand haben, etwas zu bewegen“– so eine Kommentierung.

Hier klingt etwas vom „Seinwollen wie Gott“ an, was die Ursünde schlechthin ist.

Natürlich sind Christen auch zum Handeln aufgefordert. Zahlreiche Bibelverse bestätigen das ganz eindeutig. Allerdings geschieht dies immer mit und unter der Führung Gottes und nicht neben oder unabhängig von Gott, wie es die „Neuübersetzung“ impliziert.

Entsprechend werden dann auch das Kommen des Reiches Gottes und der Wille Gottes, vom Ursprungstext abweichend, uminterpretiert. Geht es in der Originalfassung um die Bitte an Gott, dass Sein Reich komme und Sein Wille geschehe, verlagert Lammert das Kommen des Reiches Gottes in den innerweltlichen Bereich.

Dem liegt die unbiblische Vorstellung zugrunde, dass es nicht Gott ist, der sein Reich, zur großen Überraschung der Menschen, anbrechen lässt, wenn nach Seinem Ratschluss, die Zeit dazu gekommen ist, sondern dass es die Menschen sind, die dadurch, dass sie Gottes Willen tun, das Reich Gottes anbrechen lassen. Kurzum: Wenn auf Erden Gottes Wille geschieht, kommt das Reich Gottes ganz von selbst.

In diesem Fall müsste man auf das Kommen des Reiches Gottes allerdings bis zum Sankt Nimmerleinstag warten, weil der von Gott getrennte Mensch, das Reich Gottes nicht herbeiführen kann. Der Mensch ist, als Sünder, nicht der Lage, den Willen Gottes zu tun. Der Mensch kann sich nur erlösen und erneuern lassen, und das Erreichen des Ziels in Gottes Hand legen.

Das Wort Gottes sagt vom Kommen des Reiches Gottes deshalb auch etwas ganz anderes:

Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
Matthäus 24, 27

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!
Offenbarung 21, Verse 2, 5

Bevor es so weit ist, kommt es allerdings zu ganz erheblichen Bedrängnissen. Die Vorstellung, dass es Menschen sind, die durch ihr Wohlverhalten das Reich Gottes verwirklichen, ist damit widerlegt. Eher verwirklichen die Menschen das Reich Satans, in dem sie die Welt, bei dem Versuch ein Paradies zu errichten, in eine Hölle verwandeln, wie es in der Weltgeschichte mehrfach geschehen ist.

Was in Lammerts „Neuübersetzung“ fehlt sind die Bitten, nicht in Versuchung geführt und vom Bösen erlöst zu werden.

Wie sieht es mit der Versuchung aus?

Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt.
Jakobus 1, Verse 13 und 14

Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen.
2. Petrus 2, 9

Gott versucht niemanden. Es ist der Mensch der Versuchungen unterliegt. Wie verschiedene Bibelstellen zeigen, kann Gott die Seinen vor der Versuchung bewahren. Gott kann Menschen aber auch dahingeben, in dem er sie ihren Willen tun lässt, mit der sie der Versuchung erliegen.

Die Bitte im Vaterunser, hier bewahrt zu bleiben, macht also durchaus Sinn. Es geht dabei darum, dass Gott Versuchungen von uns fernhält und unseren Glauben nicht auf die Probe stellt.

Und wie sieht es mit der „Erlösung von dem Bösen“ aus?

Beim Bösen kann es zum einen um das Übel im allgemeinen Sinn und zum anderen um den Bösen gehen, der letztlich als Drahtzieher hinter allem Übel und Bösen steht.

Böse ist, aus biblischer Sicht, aller von Gott trennende Eigenwille, den die Bibel als „böse“, mithin als „Sünde“ bezeichnet. Denn dieses „nicht nach Gott fragen“ ist die Ursache allen Übels in der Welt und führt zur Zielverfehlung des gesamten Lebens.

In der Bitte, vom Bösen erlöst zu werden, geht es daher um die Erlösung vom Bösen, als einer personalen, dämonischen Macht und den Folgen des Bösen in all seinen Schattierungen. Darum kann allerdings nur der ernsthaft bitten, der weiß was böse ist und um wen es beim Bösen geht.

Dazu gehört dem Wort Gottes auch in diesem Punkt zu glauben, nämlich dass es den Satan, als personale Macht, tatsächlich gibt, mit dem der Mensch, aus eigener Kraft, nicht fertig wird, weshalb er auf die Hilfe Gottes angewiesen ist.

Die endgültige Erlösung von dem Bösen sieht so aus:

Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offenbarung 20, 14

Die Bitte um das Kommen des Reiches Gottes und die Erlösung vom Bösen sind zwei Seiten einer Medaille. Am Ende des Vaterunser schließt sich deshalb der Kreis.

Denn so wie das Vaterunser mit der Bitte, „dein Reich komme“, beginnt, wird auch am Ende des Vaterunser, mit den Worten, „denn dein ist das Reich“, wieder auf das Reich Gottes verwiesen, weil zum einen mit dem Kommen dieses Reiches allem Übel, allem Bösen und allem Kampf ein Ende gemacht wird und zum anderen dieses Reich das Ziel unseres Glaubens ist.

Was deshalb vollständig fehlt, ist gerade dieser Abschluss des Vaterunser, in dem Gott die Ehre gegeben und dem Beter neu bewusst wird, dass es nicht um ein von Menschen geschaffenes Reich in dieser Welt geht, sondern allein um das vom Himmel kommende Reich Gottes, das Gott selbst, ohne menschliches Zutun, herbeiführt.

Das Vaterunser, das Jesus seinen Jüngern gelehrt hat und das auch als das „Herrengebet" bezeichnet wird, ist Wort Gottes, und es steht uns nicht zu, dieses nach Gutdünken „neu zu übersetzen“. Ob es „mutig“ ist, sich am Wort Gottes zu vergreifen, darf deshalb bezweifelt werden.

Diese „Neuübersetzung“ entspricht deshalb eher dem Verhalten des „modernen Menschen“, der versucht, sich über Gott und sein Wort zu stellen und damit zeigt, dass er den heiligen und gerechten Gott nicht wirklich ernst nimmt.

Wer sich hier „mutig“ und in angeblich „urprotestantischer Weise“ dichterisch betätigt, sollte zuvor in „urprotestantischer Weise“ über diese Verse aus der Offenbarung nachsinnen:

Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.
Offenbarung 22, Verse 18 und 10

Diese Verse beziehen sich ursprünglich nur auf das Buch der Offenbarung. Nachdem im Wort Gottes aber alles mit allem zusammenhängt, wird diese Aussage auf die gesamte Bibel bezogen.

Dies deshalb, weil die Heilige Schrift, vom Geist Gottes inspiriert, aus wohlüberlegten Worten und sorgfältig gewählten Formulierungen besteht, die aus gutem Grund eben gerade so und nicht anders lauten und die nur so, wie sie dastehen, ergründet werden können.

Wer am Wort der Schrift eigenwillig herumschustert, kann deshalb nur Schaden anrichten, weil dadurch Menschen in die Irre geführt werden.


Jörgen Bauer

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