Zeitgeschehen untersuchen

Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 18.10.2017

Tagesleitzettel-Feeds RSS-Feed Tagesleitzettel druckenDruck Tagesleitzettel (Bibellese / Kurzandacht) per Newsletterabonnement täglich erhaltenEMail-Abo.
Es ist gut, wenn wir im Wort Gottes gegründet sind, hier haben wir den richtigen Halt.

Lass meinen Gang in deinem Wort fest sein und lass kein Unrecht über mich herrschen.

Psalm 119,133

Wenn ich diesen Tag beginne,
öffne du mir Herz und Sinne,
zu hören auf dein heilig Wort,
zu jeder Zeit an jedem Ort.

Frage: Ist denn die tägliche Bibellese so wichtig?

Vorschlag: Ja. Das Bibelwort ist eigentlich wichtiger als das tägliche Brot. Die Bibel, das Wort Gottes, weist uns den Weg des Lebens. Es zeigt uns unsere Verlorenheit in einem Leben ohne Gott, unsere Sündhaftigkeit - aber andererseits weist es uns den Weg zu Jesus Christus, dem Retter und Erlöser der Welt. Es ist so etwas wie die ausgestreckte Hand Gottes die uns aus Sündenelend ins Himmelreich ziehen will. Haben wir diese Hand schon ergriffen?

Impulse-Archiv

Inhalt

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37

38

39

40

41

42

43

44

45

46

47

48

49

50

51

52

53

54

55

56

57

58

59

60

61

62

63

64

65

66

67

68

69

70

71

72

73

74

75

76

77

78

79

80

81

82

83

84

85

86

87

88

89

90

91

92

93

94

95

96

97

98

99

100

101

102

103

104

105

106

107

108

109

110

111

112

113

114

115

116

117

118

119

120

121

122

123

124

125

126

127

128

129

130

131

132

133

134

135

136

137

138

139

140

141

142

143

144

145

146

147

148

149

150

151

152

153

154

155

156

157

158

159

160

161

162

163

164

165

166

167

168

169

170

171

172

173

174

175

176

177

178

179

180

181

182

183

184

185

186

187

188

189

190

191

192

193

194

195

196

197

198

199

200

201

202

203

204

205

206

207

208

209

210

211

212

213

214

215

216

217

218

219

220

221

222

223

224

225

226

227

228

229

230

231

232

233

234

235

236

237

238

239

240

241

242

243

244

245

246

247

248

249

250

251

252

253

254

255

256

257

258

259

260

261

262

263

264

265

266

267

268

269

270

271

272

273

274

275

276

277

278

279

280

281

282

283

284

285

286

287

288

289

290

291

292

293

294

295

296

297

298

299

300

301

302

303

304

305

306

307

308

309

310

311

312

313

314

(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des ausgewählten Menüpunktes geblättert werden)


Der Verrat an Luther und der Reformation

(11.06.2017)


Martin Luther war, bei allen menschlichen Unzulänglichkeiten, von denen niemand ausgenommen ist, ein sehr ernsthafter Mensch, wenn es um den Glauben und unser Verhältnis zu Gott ging. Ihn trieb die nach wie vor voll berechtigte Frage um, wie der Mensch einen gnädigen Gott bekommt, was so viel heißt, wie vor dem real existierenden Gott bestehen zu können.

Das ist die weiterhin aktuelle Frage, die eine recht verstandene kirchliche Verkündung bis heute umtreiben müsste, zumal sich auch die Angehörigen anderer Religionen, wie die des Islam, mit dieser Frage beschäftigen, auch wenn das nicht Gegenstand dieser Betrachtung ist.

Gottesfurcht und Angst vor dem Gericht Gottes ist kein spezifisch christliches Thema, sondern ist weltweit in allen Religionen anzutreffen.

Ich will hier, nur ganz kurz, auf die vier grundlegenden Erkenntnisse der reformatorischen Theologie eingehen, die als allgemein bekannt vorausgesetzt werden können und die insoweit für Christen wesentlich sind.

Sola sciptura – Allein durch die Schrift

Danach ist die Bibel vom Heiligen Geist inspiriertes, geoffenbartes Wort Gottes, hinter dem die Autorität Gottes selbst steht und an das sich Gott selbst gebunden hat. In seinem Wort spricht Gott selbst zu uns. Wir tun deshalb gut daran, uns an seinem Wort zu orientieren und es zu achten, auch da, wo wir es nicht verstehen. Die Bibel ist, so gesehen, eine Gebrauchsanleitung für unser Leben.

Sola fide - Allein durch den Glauben

Auf den Glauben legt Gott den allergrößten Wert. Das zieht sich durch die gesamte Bibel, wenn wir zum Beispiel lesen, dass der Unglaube ins Gericht Gottes führt und auch die Ursache für den Sündenfall war.

Glaube ist kein Fürwahrhalten, sondern ein persönliches Vertrauensverhältnis zu Gott und zu unserem Herrn Jesus Christus, unter dessen Leitung wir unser Leben stellen und von dem wir uns in allen Stücken leiten lassen sollen.

Das ist der Glaube, der zur der Gerechtigkeit führt, die vor Gott gilt.

Sola gratia – Allein durch Gnade

Was uns rettet, sind nicht unsere “guten Werke”, mit denen wir uns den Himmel verdienen könnten. Alle diesbezüglichen Leistungen und frommen Kasteiungen sind vergeblich. Gott nimmt uns, völlig unverdient, allein aus Gnaden an, ohne dass wir dazu etwas hätten beitragen können.

Solus Christus – Allein Christus

Allein Jesus Christus – nicht Jesus und....die Kirche, die Gottesmutter usw. – ist die zentrale Aussage der Reformation. Darauf muss weiterhin mit großem Nachdruck bestanden werden, weil uns nur das vor Religionsvermischung und Irrlehren bewahrt.

Im postmodernen Toleranzdenken gilt es als ethische und intellektuelle Zumutung, wenn Christen am Solus Christus festhalten. In dieses Horn stoßen auch Repräsentanten der evangelischen Kirche.

Für uns muss hier das biblische Zeugnis gelten, wonach Jesus Christus das fleischgewordene Wort Gottes ist, dem wir im Leben und Sterben zu gehorchen haben, der für unsere Sünden gestorben und zu unserer Rechtfertigung auferstanden ist und uns damit mit Gott versöhnt hat und der damit der einzige Weg zu Gott ist, wodurch alle anderen Religionen zu Irrwegen und Sackgassen werden.

Aber was hat nun die Evangelische Amtskirche aus Martin Luther und der Reformation gemacht, auf deren Lehren sie nach wie vor verpflichtet ist?

Es ist ganz zweifellos so, dass die Reformation auch zu einer Befreiung des Denkens in anderen Bereichen geführt hat, weshalb auch die Aufklärung und die weitere Entwicklung Europas, einschließlich der Deklaration der Menschenrechte, als eine Folge der Reformation gesehen werden können.

Nach dem, was mir bislang an unterschiedlichen Publikationen vorliegt, schlägt die Evangelische Amtskirche bei der Vermarktung Martin Luthers genau in diese Kerbe, wobei Luther und die Reformation vollumfänglich vor den Karren des Zeitgeistes gespannt werden.

Egal ob Gender, Bewillkommnung der Flüchtlingsströme, Dialoge mit dem Islam, usw., alles lässt sich so als eine Folge der Reformation deuten, die zu unbegrenzter Toleranz, Buntheit und Weltoffenheit und zu einer uferlosen Freiheit im Denken und Handeln geführt hat.

Dabei kommt den “Dialogen” mit anderen Konfessionen und Religionen, auf die ein so großer Wert gelegt wird, eine besondere Bedeutung zu. Solcherart Dialoge sind allerdings sehr fragwürdig, weil es hier darum geht, eigene Standpunkte zu Gunsten neuerer und damit “besserer Erkenntnisse” aufzugeben.

Die Folge ist eine Relativierung des Glaubens mit einer Kirche als “moralischer Anstalt”, die darüber befindet was gut und böse ist und die ihre Weisheiten ständig ungefragt in die politischen Diskussionen einbringt, in der Meinung dazu berufen zu sein, die Welt zu verbessern, was nicht Aufgabe der Kirche ist, weil es Gott selbst ist, der alle neu machen wird.

Aber so hatte Martin Luther seine Aussage von der “Freiheit eines Christenmenschen” ganz gewiss nicht verstanden und so fehlt es auch nicht an der Kritik an Luther, der nicht immer so fortschrittlich war, wie man es gerne hätte. Hier haben wir das bekannte Krankheitssymptom, das darin besteht, an die Vergangenheit die heutigen Maßstäbe anzulegen.

Wie ist das alles zu bewerten?

Ureigenste Aufgabe der lutherischen Kirche wäre es, anlässlich des Reformationsjubiläums Luthers Kernthesen, allein die Schrift, allein durch den Glauben, allein durch Gnade, Christus allein, in die Mitte zu stellen, weil mit diesen Kernthesen Antworten auf all die Fragen gefunden werden können, welche die Menschen bezüglich ihres Verhältnisses zu Gott und zum Glauben seit jeher bewegen.

Das würde allerdings voraussetzen, dass die Kirchenfunktionäre gläubige Menschen sind, die mit Luthers Kernthesen etwas anfangen können, denn diese schweben nicht im luftleeren Raum, sondern sind Schlussfolgerungen, die sich aus dem Evangelium ergeben und nur im Zusammenhang mit diesem verstanden werden können.

Nach dem, was die kirchlichen Funktionseliten so alles an gottlosen Sprüchen ablassen, muss allerdings ganz erheblich bezweifelt werden, dass die Evangelische Amtskirche, die lehrmäßig zwar nach wie vor auf Luthers Lehren verpflichtet ist, etwas Aufbauendes und den Glauben Stärkendes zu Luther und der Reformation sagen kann. Insoweit wird man die Evangelische Kirche abschreiben müssen.

Dabei soll allerdings nicht übersehen werden, dass es auch in der Evangelischen Amtskirche noch zahlreiche bekennende Christen gibt, die am biblischen Zeugnis festhalten, von denen allerdings nur wenig zu hören ist.

Gott sei Dank, sind aber das Evangelium und die sich daraus ergebenden Erkenntnisse und Lehren von zeitloser Gültigkeit, weshalb wir nicht auf eine abgefallene Kirche angewiesen sind. Wir haben vielmehr allen Grund, Gott für sein zeitlos gültiges Evangelium und einem begnadeten Martin Luther zu danken, der uns das Wort Gottes neu erschließen durfte.

Wobei nicht vergessen werden darf, dass es neben Martin Luther zahlreiche andere Theologen gab, die neben Martin Luther zu den gleichen Schlussfolgerungen gekommen sind. Insoweit ist Martin Luther kein Einzelfall, wenn auch für unser Land eine glückliche Fügung.

Und wenn das hierzulande nicht überall gewürdigt wird, ist es doch so, dass die weltweite Verbreitung des Evangeliums und das, was Martin Luther und andere Reformatoren neuerlich erkennen durften, dadurch nicht aufgehalten werden kann.


Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?


So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.

Römer 10, Vers 17


Das ist eine klare Aussage und heißt: Keine philosophischen Betrachtungen mit christlichem Anstrich, keine eigenen Theorien unter der Prämisse “ich lasse mir keinen Maulkorb verpassen” und was es da so mehr an Eigenwilligkeiten gibt, sondern Gehorsam gegenüber dem zeitlos gültigen Wort Christi, das es immer wieder unverfälscht und unverkürzt in die jeweilige Zeit hinein zu verkünden gilt.

Das Evangelium ist Frohe Botschaft, die uns den Weg ins ewige Leben weist. Und da geht es um sehr ernste und auch als unbequem empfundene Dinge. Nach Martin Luthers Worten bewegt sich die Verkündung zwischen den beiden Polen Gericht und Gnade, wobei Ersteres gern zugunsten eines Wohlfühlevangeliums ausgespart wird.

Die Predigt soll uns aber deutlich machen, dass wir allesamt aus der Vergebung leben, die Jesus Christus für uns erworben hat und dass wir immer wieder von falschen Wegen umkehren sollen und uns Gott immer wieder vergibt. Es geht um ewiges Leben oder ewigen Tod. Es geht darum, wo wir die Ewigkeit zubringen werden. Also um höchst existenzielle Fragen.

Davon ist in den diversen Morgen- und Abendgedanken, Worten zum Sonntag, sonntäglichen Radiopredigten und Fernsehgottesdiensten allerdings nie etwas zu hören. Aber gerade darauf käme es doch an und nicht um fromm verbrämte Zugeständnisse an den Zeitgeist.

Lieb und nett zu anderen Menschen zu sein und deren Wünsche zu erfüllen, mag vielleicht “gottgefällig” sein, aber es rettet uns nicht.

Es gilt, Jesus Christus in unser Leben aufzunehmen und ihn die Stelle unseres ICH einnehmen zu lassen. Wenn wir so zu neuen Menschen geworden sind, können wir auch die Werke des Glaubens vollbringen.

Wenn die Kirche ihrem eigentlichen Verkündungsauftrag nur noch unvollständig nachkommt, sind es die wiedergeborenen Christen, die hier in die Bresche springen müssen.


Jörgen Bauer

Ähnliche / verwandte Artikel auf www.christliche-impulse.de:
Prinzip Unverbindlichkeit (Themenbereich: Kirche)
EKD Grundlagentext Christlicher Glaube (Themenbereich: Kirche)
Medienkampagnen gegen Unbequeme (Themenbereich: Kirche)
Darf die Kirche politisch sein? (Themenbereich: Kirche)
Gesegnete Verirrungen (Themenbereich: Kirche)
Papst Benedikt XVI. in Deutschland (Themenbereich: Kirche)
Kirche: Gott schreibt auf krummen Linien grade! (Themenbereich: Kirche)
Sinn und Unsinn von Dialogen (Themenbereich: Kirche)
Infos, große Linklisten etc. auf www.bibelglaube.de zu weiteren Artikeln, Gedichten, Liedern usw.:
Themenbereich Gemeinde



Gottesbotschaft
Bibel & Glauben
Christliche Gedichte und Lieder
Christliche Gedichte & Lieder
Christliche Themen
Christliche Lyrik
Christliche Kinderwebsite mit Kindergedichten und Spielen
Christliche Kinderwebsite
Tagesleitzettel, die tägliche Bibellese
tägliche Bibellese
Christliche Impulse und Nachrichten

Christliche Impulse

Christen heute
Christen heute
Christliche Unternehmen stellen sich und ihre Leistungen vor
Christliches Branchenverzeichnis
Web-Verzeichnis zum biblisch-christlichen Glauben
Christliches Web-Verzeichnis

Andacht zur Woche

Andacht

Thema:
Dämonische Lehren direkt aus der Hölle
Bibelstelle:
1. Timotheus 4, 1. 2

Die Wochenandacht kann auch kostenlos per Email-Abonnement bezogen werden

Topaktuelle Bibelarbeiten

Bibelarbeiten mit Fragen und Antworten zu topaktuellen endzeitlichen Themen:

Das Zeichen des Menschensohn
Das Zeichen des Menschensohns

Offenbarung 12 und der vergangene 23.09.2017

Die 7 Sendschreiben Jesu an die Endzeitgemeinden

Die Bedeutung der Sterne in der Zeit des Endes

Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Matth. 25,1-13)

Vorbereitung gläubiger Christen auf die Erstlings-Entrückung

Das Preisgericht

Die Hochzeit des Lammes

Das neue Jerusalem

Zeitgeschehen

Droht uns ein Klima-Kollaps?

Namhafte Professoren und Doktoren der Wissenschaft bezeugen: Schon immer gab es Temperatur-schwankungen, der aktuell diskutierte Anstieg ist nichts Außergewöhnliches und der Einfluss des durch die Industrie erhöhten CO2-Anteils am Klima ist vernachlässigbar. Warum wollen uns aber Politiker in aller Welt einreden, der CO2-Ausstoss müsse unbedingt massiv reduziert werden? Der Vortrag bringt Fakten zum Thema.

Auch kostenlos als DVD erhältlich!