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Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 28.06.2017

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Hitze, Alleinsein, und andere Versuchungen sollen uns nicht vom Herrn weglocken.

Ihr Lieben, lasst euch durch die Hitze nicht befremden, die euch widerfährt zu eurer Versuchung als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freut euch dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.

1. Petrus 4,12+13

Wir brauchen Trost, uns fehlt der Mut,
verschmachten in der heißen Glut.
Doch wahre Hilfe kann nur sein,
in der Gnade Gottes ganz allein.

Frage: Fürchten Sie sich vor Nöte und Prüfungen, die das Leben in der Nachfolge Jesu hie und da bringen könnte?

Tipp: Jeder, der Jesus nachfolgt, wird manchmal auch Schwierigkeiten, vielleicht auch Traurigkeit oder Unverständnis anderer Leute erleben. Lasst uns nicht beirren, Gottes Wort lehrt uns, Jesus treu zu bleiben. Wenn er in den Wolken wiederkommt um seine Gemeinde zu holen, wird er den Überwindern eine Siegeskrone geben.

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Postmoderne

(19.10.2008)



Die Zeiten wurden schon immer in Epochen eingeteilt. So gibt es die grobe Einteilung von "Antike", "Mittelalter" und "Neuzeit", die man man dann wiederum, je nach dem, wie die Schwerpunkte gesetzt werden, z.B. in "Aufklärung", "Romantik", "Biedermeier" usw. unterteilen kann. Die Epoche, in der wie zur Zeit leben, wird als "Postmoderne" bezeichnet. Es ist die Zeit, die nach der "Moderne" kommt (Post = Nach). So gesehen sind wir nicht mehr "modern" sondern "nachmodern, was allerdings nicht mit "unmodern" gleichzusetzen ist.

Während die Moderne eine Abkehr von traditionellen Werten zur Folge hatte, hat die Postmoderne hier eine Steigerung, hin zu einem absoluten Relativismus bewirkt, der sich nicht nur von traditionellen Werten losgesagt hat, sondern Werte als solche überhaupt in Frage stellt. Das ist das Spannungsfeld, in dem wir heute leben, wo wir einen Standort finden und uns letztlich auch als Christen bewähren und unseren Glauben bewahren müssen.

Während Traditionen Werte vorgeben, was insoweit Sicherheit bietet, als man darüber nicht mehr diskutieren muss, weil sie als allgemeingültig akzeptiert sind, trifft in unserer Epoche das genaue Gegenteil zu.

Was sind nun Werte?

Neben Dingen, die für einen einzelnen Menschen besonders wertvoll sind, wird man bei Werten eher an Dinge zu denken haben, die von der Mehrheit der Gesellschaft als allgemeinverbindlich akzeptiert werden. Und da hapert es derzeit ganz erheblich. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff der "Wertediskussion" kreirt.

Eine sehr wichtige Frage ist, ob Werte menschliche Erfindungen sind, die aus der jeweiligen Kultur erwachsen oder ob Werte, gewissermaßen von Natur aus, schöpfungsmäßig, vorgegeben sind, die darauf warten immer wieder neu entdeckt und mit Leben erfüllt zu werden.

Traditionelle Werte, die auf menschlichen Satzungen beruhen, können in krassen Fällen Dinge wie Blutrache ("Gesetz der Berge"), Ehrenhändel (Duelle), "Ehrenmorde" (Wiederherstellung der Familienehre"), "Ehren- selbstmorde" (Harakiri) bis hin zur Benachteiligung Andersartiger und in harmloseren Fällen überzogene Anstandsregeln und Prüderie sein.

Werte die vorgegeben, zeitlos gültig und immer wieder neu entdeckt und belebt werden müssen, sind die Regeln, die ein gesundes und vernünf- tiges Zusammenleben erst ermöglichen. Sie entsprechen weitgehendst dem, was bereits in den 10 Geboten festgelegt wurde, und gerade diese Vorgaben wurden auf postmodern relativiert und der Beliebigkeit an- heimgestellt.

Hier will ich nur ein paar krasse und für jedermann einsichtige Beispiele herausgreifen:


Du sollst nicht töten. (Mit "töten" ist im hebräischen Grundtext "morden" gemeint.)

Ein Gebot, dessen Verletzung geradezu gesellschaftsfähig geworden ist, wenn man an die "zwar rechtswidrige aber straffreie" Abtreibung denkt, die es in krassen Fällen auch als besonders brutale "Spätabtreibung" bereits lebensfähiger aber noch ungeborener Kinder gibt. Die Verachtung menschlichen Lebens ist besonders zynisch, wenn behinderte Kinder rechtlich als "Schadensfälle" eingestuft werden, weil eine Abtreibung (verharmlosend als Schwangerschaftsabbruch oder -unterbrechung bezei- chnet) "durch Fremdverschulden" (Nichterkennen einer Behinderung) nicht "rechtzeitig" durchgeführt oder eine Schwangerschaft nicht wirksam verhindert werden konnte, was auch im Falle eines gesunden Kindes gilt. Wobei die Frage, wie sich ein Mensch später als "Schadensfall" fühlt, hier nicht erörtert werden soll.

Hierzu ist anzumerken, dass hinsichtlich zu erwartender Behinderungen bereits viele Fehldiagnosen gestellt und unnötig Abtreibungen vorgenommen wurden, und manche Untersuchungsmethoden so risikobehaftet sind, dass Fehlgeburten die Folge waren.

Ein heikles Thema ist auch die vorzeitige Tötung eines Menschen zum Zwecke der Organentnahme (Organspender). Zu diesem Zweck wurde der Begriff des "Hirntods" erfunden. Wenn man an Nahtoderlebnisse denkt, ist nicht sicher, wie tot der "Hirntote" wirklich ist. Auch der Wach- komapatient hat, wie man herausgefunden hat, ein, wenn auch nur archaisches emotionales Empfindungsvermögen. Komischerweise werden die "Hirntoten" vor der Organentnahme "zur Sicherheit" narkotisiert, da es sonst zu "Abwehrreaktionen" kommt! Was mich einmal besonders nachdenklich machte, war die Aussage, dass ein Organspender eigentlich nicht "vollständig tot" ist, da seine Organe weiterleben.

Hier setzt sich der Mensch an die Stelle Gottes und spielt sich als Herr über Leben und Tod auf. Jetzt scheint man allmählich dahinter zu kommen, dass der Verstoß gegen dieses Gebot ganz erhebliche und nachhaltige psychische Schäden bei den Beteiligten bewirken kann, was für Abtreibungen ebenso, wie für Organspenden gilt. Das schlägt natürlich, in Gestalt von Krankheitskosten und Arbeitsausfällen, auch auf die Gesellschaft durch.


Du sollst nicht ehebrechen.

Ein Gebot, für dessen Verstoß regelrecht "geworben" wird, sieht man, was so alles in den Medien vorgeführt und breitgetreten wird und was sich, die Dinge und Zusammenhänge völlig verkennend, auch in der Rechtsordnung niedergeschlagen hat. Ehebruch war bis vor wenigen Jahrzehnten noch ein Antragsdelikt, das strafrechtlich verfolgt werden konnte. Heute kann man darüber nur noch "lachen". Der Ehebruch ist so "alltäglich" und ein scheinbar selbstverständliches "Grundrecht", dass er auch kein Scheidungsgrund mehr ist. In der Folge ist die ganze Sexualmoral verlottert und relativiert, was nicht ohne nachhaltige und mitunter zerstörerischen Folgen für die Psyche und damit, auch hier, nicht ohne Auswirkungen auf die Gesellschaft bleibt.

Das Herz des Menschen bleibt nun mal "altmodisch" und lässt sich durch oberflächlich, progressive, linksalternative Sprüche nicht beeinflussen.


Du sollst nicht stehlen.

Darüber braucht man nicht viel zu sagen. Was jetzt gerade in der Bankenwelt abgegangen ist, wo raffgierige Banker das ihnen anvertraute Gut der Anleger verzockt haben, zeigt sehr deutlich warum dieses Gebot gegeben wurde. Das Unrecht wird noch dadurch verschlimmert, dass es für die Täter bislang ohne Folgen blieb und der Diebstahl damit als "normal" angesehen wird. Insbesondere wenn es für Diebereien dann noch den "goldenen Handschlag" gibt.

Diebstahl ist es auch, wenn man sich mit anderer Leute Geld maßlos entlohnen lässt (Managergehälter) oder sich anderweitig zu Lasten der weniger Einflussreichen und weniger gut Bemittelten in blinder Gier, mit dem Schein des Rechts, rücksichts- und schamlos bereichert. Diese Raubrittermentalität haben schon die Propheten des Alten Testaments angeprangert und Gottes Gericht angekündigt, das dann auch nie aus- blieb. Das sollte zu Denken geben.


Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Ich denke, dass man hierzu nicht viel sagen muss, nachdem die laufen- den Verstöße gegen dieses Gebot offenkundig sind. Man braucht dazu nur die Zeitung aufzuschlagen oder den Fernseher anzumachen. Im übrigen ist auch das Lügen längst gesellschaftsfähig, und wer zu einer gemach- ten Aussage steht, wird fast schon als "nicht mehr ganz normal" ange- sehen.


Auch die anderen Gebote sind gleich wichtig und das Wichtigste ist eigentlich das Erste Gebot:

Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine andere Götter haben neben mir, denn würde dies beherzigt, dann gäbe es mit den übrigen Geboten überhaupt keine Probleme. Dann wären auch Dinge wie Nächstenliebe, Solidarität, Rücksichtnahme, Ehrlichkeit, Selbstbeschränkung, Freigiebigkeit usw. ganz selbstverständlich.


Eines ist sicher: Eine Gesellschaft, ein Kulturkreis, der hauptsächlich auf Mord, Diebstahl, Lug und Trug aufbaut, kann auf Dauer keinen Bestand haben. Das gilt es nüchtern festzustellen. Da ist der Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit. Zwar können gesellschaftliche Selbstreinigungskräfte, ähnlich wie bei einem verschmutzten Gewässer, hier eine zeitlang entgegenwirken - es kommt aber hier, ebenso, wie bei einem Gewässer, der Augenblick des "Umkippens". Die Bankenkrise hat hier nur einen Vorgeschmack gegeben.

Nun bringt es allerdings nichts, sich über die "böse Welt" aufzuregen.

Präses Dr. Christoph Morgner brachte es hier bei seinem Vortrag am 05. April 2008 beim Seminartag der Evangelischen Sammlung in Baden- Württemberg auf den Punkt:

Der Apostel Paulus ermahnt uns hier: Ändert euch! Er sagt nicht, "ändert die Menschen um euch herum, krempelt die Gesellschaft um", sondern "ändert euch!" Auch wenn immer wieder gefordert wird, dass sich die anderen, der Ehepartner, die Gesellschaft, die Kirche, die Politker usw. ändern.

Nein, es funktioniert gerade andersherum: Wir Christen müssen erkennbar so leben, wie wir es von den anderen erwarten. Nur so kommen wir unserer Salz- und Lichtfunktion nach und geben der Welt ein Zeugnis. Es gilt, eine christliche Alternativkultur zu entwickeln, die sich von der Postmoderne mit ihren gravierenden Fehlentwicklungen wohltuend ab- hebt. Anderfalls erfüllt sich, neben dem Zusammenbruch der Gesell- schaft, auch an uns das Wort Jesu: Wenn das Salz kraftlos wird, dann wird es unter die Leute geworfen und zertreten.


Jörgen Bauer


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