Zeitgeschehen untersuchen

Christliche Impulse
Denkanstöße zu aktuellen Themen aus biblischer Sicht

Die Bibel als Impulsgeber

Tagesleitzettel - die tägliche Bibellese vom 21.08.2017

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Wir müssen ein gereinigtes Ohr haben um Gottes reden hören zu können

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Off. 2,7a

Kannst Du Gottes Reden hören,
oder tun da Sünden stören?
Sollte dies der Fall bei Dir sein,
eil zu Jesus, er macht Dich rein!

Frage: Haben wir ein Ohr um das Reden von Gottes Geist zu hören – oder sind unsere Ohren bereits von Sünde (Lauheit, Irrwege, Zeitgeistanpassung usw.) verstopft?

Tipp: Der heutige Vers ist dem ersten von sieben Sendschreiben Jesu an die Endzeitgemeinde entnommen. Wie wir noch in den nächsten Tagen sehen werden enthalten alle Sendschreiben Ermahnungen zum Überwinderleben mitsamt speziellen Verheißungen, deren Reihenfolge beachtenswert ist. Auffällig ist aber auch, dass alle Ermahnungen an Menschen mit einem(!) hörenden Ohr gerichtet ist. Interessant ist hier die Aussage Farbiger in Afrika: Mit einem Ohr hören wir was Menschen sagen – aber mit dem anderen Ohr hören wir was Gott wiederum dazu sagt! Lasst uns also alles was uns erzählt wird prüfen und aufmerksam darauf achten was uns Gott zu sagen hat bzw. Gott um Wegweisung und Weisheit bitten!

( Link-Tipp zum Thema: www.gottesbotschaft.de/?pg=3521 )

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Was ist ein unerschrockenes Wort?

(18.12.2012)


Die Lutherstädte, allen voran Eisenach, hatten ein „Problem“:

Wer ist würdig den „Luther-Preis für das unerschrockene Wort“, im Jahr 2013 zu empfangen?

Man dachte zuerst an die, pardon, „Skandalnudeln“ von Pussy-Riot, (zu deutsch „Muschi-Krawall“) die in der Moskauer Erlöserkirche eine „etwas plasphemische“ Show abgezogen hatten, was, laut Medienberichten, hierzulande bewundert wurde. Deshalb wurde von interessierter Seite auch heftig protestiert, nachdem zwei der „Pussys“ für diese Tat zu jeweils zwei Jahren Arbeitslager verdonnert wurden.

Ich konnte mich darüber, ehrlich gesagt, nicht erregen, weil es meines Erachtens richtig war, hier ein Zeichen zu setzen. Es muss Tabus geben, Dinge, die man respektiert, und dazu gehören Gotteshäuser als Stätten der Anbetung Gottes.

Wer sich über die Verurteilung der „Pussys“ aufregt, dem sei die Vorschrift des § 167 Abs. 1 Satz 2 des Strafgesetzbuches zum Lesen empfohlen, in der es heißt:

Wer an einem Ort, der dem Gottesdienst einer im Inland bestehenden Kirche oder Religionsgemeinschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Das heißt, dass die „mutige Tat“ der Pussys auch bei uns unter Strafandrohung gestanden hätte, auch wenn anzunehmen ist, dass man dies bei uns „milder“ gesehen hätte, denn es ging ja „nur“ um eine Kirche und nicht etwa um eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus (die damit nicht abgewertet werden sollen).

Zur Moskauer Erlöserkirche ist allerdings anzumerken, dass sie auf Befehl Stalins zerstört und nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft, zum Gedenken an die Zigtausend, auf Befehl Stalins ermordeten russisch-orthodoxen Priester, wieder errichtet wurde.

Nachdem der Auftritt von Pussy-Riot dann doch als fragwürdig angesehen wurde, weil tatsächlich die religiösen Gefühle orthodoxer Christen verletzt wurden, kam man davon ab, die „Pussys“ mit dem Lutherpreis zu ehren. Jetzt musste jemand anderes gefunden werden, der des Luther Preises, für das unerschrockene Wort, würdig ist.

Und da wurde man auch fündig, nämlich in der Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“. Diese hat, nach Ansicht der Jury, den „Zivilcourage-Preis für das unerschrockene Wort“ verdient. Denn an den beteiligten Gaststätten befindet sich ein Aufkleber mit der Aufschrift „RASSISTEN werden hier nicht bedient!“ und darunter: „Die Gastronomie zeigt Zivilcourage“.

Auch das wurde von interessierter Seite bejubelt, wobei die Nachdenklichen Probleme sehen, die auch ich sehe, und das aus folgenden Gründen:

Erstens:

Es gehört absolut kein Mut dazu, auf der Welle des Zeitgeistes mit zu schwimmen, der hinter jeder politisch nicht korrekten Meinung einen Nazi wittert. Vor 70 Jahren hätten die Wirte möglicherweise eine Initiative „Keine Bedienung für Juden“ gegründet.

Zweitens:

Woran erkennt man einen Nazi bzw. einen Rassisten?

Wie zu lesen war, wurde hierzu eine Broschüre erstellt, aus der zu entnehmen ist, dass Neonazis ein bestimmtes Outfit haben, an bestimmten Tagen Feierlichkeiten anmelden oder bestimmte Zahlenkombinationen gebrauchen.

Wer also am 20. April („Führers Geburtstag“) geboren ist und dazu noch kurz geschnittene Haare hat, könnte in Regensburg Probleme bekommen, wenn er für diesen Tag für eine Geburtstagsfeier einen Tisch reservieren möchte.

Drittens:

Es steht niemanden, auch den Wirten, nicht zu, über die Gesinnung ihrer Gäste zu urteilen und Gästen, die, nach Ansicht des Gastwirts, „falsche Ansichten haben“, die Bedienung zu verweigern. Jedenfalls solange nicht, wie sich diese unauffällig verhalten und ihre Zeche bezahlen. Denn Gesinnung ist nicht verboten.

Eine solche Initiative dürfte deshalb niemals ausgezeichnet werden, weil damit die Diskriminierung und Ausgrenzung Andersdenkender anfängt. Wie würden die Gerichte urteilen, wenn jemand, unter Berufung auf das Antidiskriminierungsgesetz, gegen die Wirte klagen würde, weil er nicht bedient wird?

Und wem will man als Nächstes die Bedienung verweigern? Hier muss den Anfängen gewehrt werden.

Und noch etwas: Wie real ist die „von Rechts kommende Gefahr“ überhaupt? Wird da nicht ganz erheblich aufgebauscht?

Martin Luther war unerschrocken, weil er gegen gewaltige Widerstände und unter ständiger Lebensgefahr, dem Evangelium wieder zur Geltung verholfen hat. Dazu hat Mut gehört. Kein Mut hätte in der damaligen Zeit dazu gehört, Schilder mit der Aufschrift, „Hier werden keine Ketzer bedient“, anzubringen.

Wenn in unserer Zeit jemand einen Preis für Zivilcourage und das unerschrockene Wort verdient hätte, dann die Männer und Frauen, die vor Abtreibungspraxen Gehsteigberatungen vornehmen, sich an Demonstrationen zum Schutz des ungeborenen Leben beteiligen, hörbar gegen Irrlehren und verlogene Ideologien aufstehen oder in muslimischen Ländern ihren christlichen Glauben bekennen.

Auch andere Dinge berühren merkwürdig.

So hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, einem Bezirksschornsteinfeger, wegen dessen Nähe zur NPD, den Kehrbezirk entzogen. Anlass war die Teilnahme an Totenehrungen für die Mörder Walther Rathenaus im Burgenlandkreis.

Walther Rathenau war von liberaler Gesinnung und ein fähiger Mann, der in der Weimarer Republik Reichsaußenminister war und eine sehr gute Politik vertrat, die auf einen Ausgleich mit den Siegermächten des Weltkrieges und eine Minimierung der Reparationszahlungen hinauslief.

Die rechtsradikalen Nationalisten bezeichneten dies als „Erfüllungspolitik“. Ihr Hass führte dazu, dass ein Mordanschlag auf Walther Rathenau in Auftrag gegeben und verübt wurde. Es ist zwar unverständlich, wie man diese Mörder ehren kann – aber Dummheit ist nicht strafbar und hindert auch nicht am Schornsteinfegen.

Etwas ganz anderes, wenngleich es auch in Richtung „Sanktionierung einer falschen Gesinnung“ geht, ist das, was der bekannte Evangelist Theo Lehman im „Gemeinde-Netzwerk“ berichtet:

Während der DDR Zeit sollte er vor der FDJ-Gruppe der Hochschule in Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) einen Vortrag über Blues halten, zu dem es aber nicht kam, weil der Hörsaal an diesem Tag nicht begehbar war, da dieser ausgerechnet vor dem Vortrag ausgeräumt wurde um neu gestrichen zu werden.

Am 14.09.2012 sollte Theo Lehmann auf Einladung des Chemnitzer Jugendpfarrers einen Vortrag über die Vorgänge in der DDR halten, wo er unter anderem, anhand der Sache mit dem geplatzten Vortrag, darüber berichten wollte, wie man in der DDR unerwünschte Personen und Meinungen ausschaltete. Nun hatte sich Theo Lehmann zwischenzeitlich an die Synode wegen des Homosexuellenbeschlusses gewandt, wonach homosexuelle Paare gemeinsam im Pfarrhaus wohnen dürfen.

Der zuständige Superintendent hatte daraufhin die Pfarrerschaft aufgefordert, geplante Veranstaltungen mit dem Evangelisationsteam des Theo Lehmann oder einzelnen Personen zu melden.

Und so wurde Theo Lehmann mitgeteilt, dass am 14.09.2012 leider niemand da ist, der die Kirche zum Zwecke des beabsichtigten Vortrags aufschließen könne.

Kurzum: Damals die Stasi, heute die Kirche!

Gerade lese ich folgende Meldung:

Laut Daily Mail plant das Europäische Parlament, Kinderbücher mit veralteten Rollenklischees aus dem Verkehr zu ziehen. Auch Pippi Langstrumpf könnte gefährdet sein, da in diesem Buch die Buben Baumhäuser bauen und die Mädchen mit Puppen spielen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Bücher, die nicht mit der herrschenden Ideologie konform gehen, aus dem Verkehr gezogen oder gar verbrannt werden.

Deshalb sind Wachsamkeit und Widerstand angesagt, auch wenn man sich damit sicher keinen „Lutherpreis für das unerschrockene Wort“ verdienen kann.


Was kann uns das Wort Gottes dazu sagen?


So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.
1. Thessalonicher 5, Vers 6

Aus dem Wort Gottes wissen wir, dass Lügen, Irrlehren und Untugenden aller Art überhand nehmen werden. Wir sind deshalb nicht überrascht, wenn es dazu kommt, weshalb nicht immer wieder auf die diesbezüglichen Aussagen der Schrift hingewiesen werden muss.

Viel wichtiger ist, wie wir uns als Christen verhalten.

Und da werden wir immer wieder zur Wachsamkeit, Nüchternheit und Besonnenheit aufgefordert, was nichts mit Passivität zu tun hat. Wir sollen ja gerade nicht schlafen, sondern die Waffenrüstung Gottes anlegen und vor allem das Schwert des Geistes gebrauchen.

Und das wird immer dringlicher.

Der Christ, der bereits Bürger des Reiches Gottes ist, soll aus dieser Position heraus das Geschehen in der Welt beobachten, dieses im Licht des Wortes Gottes analysieren und beurteilen und seine Stimme erheben wenn es erforderlich ist.

Mehr können wir nicht tun. Das Weitere liegt in Gottes Hand.


Jörgen Bauer

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